Ein Lehrer kommt in ein Klassenzimmer. Er ist ein alter, kluger Mann. In seiner Hand trägt er ein großes, leeres Glas. Die Schüler schauen ihn neugierig an. Sie fragen sich: Was möchte der Lehrer zeigen? Der Lehrer stellt das Glas ruhig auf den Tisch. Dann holt er eine Kiste hervor. Aus der Kiste nimmt er große Steine. Die Steine sind etwa so groß wie eine Faust.
Langsam legt er die
Steine in das Glas. Einen nach dem anderen. Bald ist kein Platz mehr für
weitere große Steine.
Der Lehrer schaut
die Schüler an und fragt:
„Ist das Glas jetzt
voll?“
Die Schüler sehen
die großen Steine und antworten:
„Ja, das Glas ist
voll.“
Der Lehrer lächelt
leicht. Dann nimmt er eine Tüte mit kleinen Steinen. Er schüttet sie in das
Glas. Die kleinen Steine fallen zwischen die großen Steine und füllen die
Lücken.
Er bewegt das Glas
ein wenig und fragt wieder:
„Ist das Glas jetzt
voll?“
Einige Schüler
denken kurz nach, aber viele sagen wieder:
„Ja.“
Dann nimmt der
Lehrer eine weitere Tüte. Dieses Mal ist feiner Sand darin. Er gießt den Sand
langsam in das Glas. Der Sand füllt auch die kleinsten Lücken.
Jetzt sind die
Schüler unsicher.
Zum Schluss nimmt
der Lehrer eine Tasse Wasser und gießt sie vorsichtig in das Glas. Das Wasser
füllt den letzten freien Raum.
Der Lehrer sagt:
„Jetzt ist das Glas
wirklich voll.“
Dann schaut er die
Klasse an und erklärt:
„Das Glas ist euer
Leben.
Die großen Steine
sind die wichtigsten Dinge: eure Familie, eure Gesundheit, eure Freunde und eure
Träume.
Die kleinen Steine
sind auch wichtig: Schule, Arbeit oder ein Haus.
Der Sand sind die
kleinen Dinge, die nicht so wichtig sind.“
Er macht eine kurze
Pause und sagt weiter:
„Wenn ihr zuerst
den Sand in das Glas füllt, bleibt kein Platz für die großen Steine. So ist es
auch im Leben. Ihr müsst zuerst an die wichtigen Dinge denken.“
Ein Schüler hebt
die Hand und fragt:
„Und das Wasser?“
Der Lehrer lächelt
und antwortet:
„Das Wasser sind
die kleinen schönen Momente im Leben.
Ein Gespräch mit
einem Freund, ein Spaziergang oder ein Lachen.
Egal wie voll euer
Leben ist – es gibt immer Platz für Freude.“
Am Ende sagt der
Lehrer:
„Vergesst nie die
großen Steine. Sie sind das Wichtigste im Leben.“

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