In einer ruhigen Gegend am Bodensee lebte ein Birnbauer namens Heinrich.
Er war bekannt für seine süßen und schönen Birnen. Jedes Jahr war er stolz auf seine Ernte.
Eines Morgens entdeckte er etwas Seltsames:
Ganz oben im Baum hing eine einzige faule Birne.
Heinrich wurde sofort nervös.
„Wenn diese Birne die anderen ansteckt, verliere ich alles“, dachte er.
Er versuchte, sie mit einer langen Stange herunterzuholen.
Doch stattdessen fielen mehrere gute Birnen auf den Boden und gingen kaputt.
Dann nahm er eine Schleuder.
Er zielte genau, aber traf nicht. Wieder fielen gute Früchte herunter.
Als Nächstes schüttelte er den ganzen Baum.
Doch die faule Birne blieb hängen – und noch mehr gute Birnen wurden zerstört.
Tage vergingen. Heinrich konnte kaum noch schlafen.
Er dachte nur noch an diese eine schlechte Birne.
Schließlich nahm er sogar eine Säge, um den Ast abzuschneiden.
Doch bevor er begann, hielt er inne.
Er sah sich seinen Baum genau an – und erschrak.
Fast alle guten Birnen waren schon zerstört.
In diesem Moment verstand er:
Er hatte alles Gute verloren, nur weil er sich auf eine einzige schlechte Sache konzentriert hatte.
Seitdem erinnerte er sich jeden Tag daran, auch das Gute zu sehen.
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